Figurenspiel in der Pädagogik

Zielgruppe

Personen, die mit Kindern im Alter zwischen fünf und zehn Jahren pädagogisch arbeiten. (Kinderpfleger*innen, Erzieher*innen, Lehrer*innen, Heilerziehungspfleger*innen, …)

Pädagogische Ziele

  • Figuren werden im pädagogischen Alltag als Medium eingesetzt, um Inhalte aus dem Lehrplan, dem bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan sowie Themen der Sozialerziehung kindgerecht, wirksam und auf nachhaltige Weise zu vermitteln
  • Figuren werden in einem Theaterprojekt eingesetzt, um Kindern oder Jugendlichen einen interessanten Zugang zu dieser darstellenden Kunst zu ermöglichen

 

In diesem Kurs werden unter Anderem folgende Fragen aufgegriffen und behandelt:

  • Wie kann aus einfachen Alltagsgegenständen eine Geschichte entstehen? Wie lassen sich Objekte zu etwas Anderem transformieren und beleben?
  • Welche Arten von Figuren gibt es? Welche davon sind für die pädagogische Arbeit sinnvoll?
  • Wie lassen sich aus kostengünstigem und leichtem Material Figuren herstellen, die dennoch eine starke Präsenz haben?
  • Wie kann das leblose Material zum Leben erweckt werden und ein Eigenleben entwickeln?
  • Warum eigenen sich Figuren besonders gut dazu, mehr über die Persönlichkeit und die Sorgen eines Kindes zu erfahren?

 

Im Kurs bauen die Teilnehmer verschiedene Figuren, die anschließend mitgenommen werden dürfen, unter anderem eine Handpuppe sowie eine aus Zeitungspapier hergestellte, japanische „Bunraku-Puppe“.

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Erfahrungsbericht

„Ich habe es sehr genossen in dem intensiven und professionellen Workshop in Nürnberg. Hat mir Schwung gegeben: Ich hatte heute in meiner 6. Klasse Besuch von einem „Vorhanggewandeten Zeitungskopf“. Spannung war da und Reaktionen in der Klasse: Ein Schüler hat die Figur (ohne vorherige Aufforderung und ganz zart) mit seiner Brotzeitdose klappmaulmäßig empfangen. Ein anderer fing an, mit seiner Mütze und seinem Schal einen Spielpartner „zusammenzudrehen“. Die Schüler haben mich überholt und sich auf einen Weg begeben den ich ihnen erst zeigen wollte. Es funktioniert! Ich war sehr gerührt, dass das Spielen so spontan und ohne Worte in Gang gekommen ist.“

Gerhard G., Gymnasiallehrer im Fach Kunst